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SARS-CoV-2 IgG Antikörper Test – Bedeutung & Normwerte

Erfahren Sie alles über SARS-CoV-2-IgG-Antikörper: Was der Test aussagt, wann Sie ihn machen sollten und was die Ergebnisse bedeuten. Jetzt informieren.

Uzm. Dr. Özlem Arslan4 Min. LesezeitExpertengeprüfter Inhalt
SARS-CoV-2-IgG-Antikörper (IgG) testi - Bağışıklık sistemi ve inflamasyon belirteçleri testi
Fotoğraf: Polina Tankilevitch (Pexels)

Was sind SARS-CoV-2-IgG-Antikörper?

In meiner täglichen Praxis begegne ich häufig Patienten, die sich fragen, ob sie nach einer durchgemachten COVID-19-Infektion oder nach der Impfung ausreichend geschützt sind. Der Nachweis von SARS-CoV-2-IgG-Antikörpern gibt hier eine erste Orientierung.

IgG steht für Immunglobulin G – das sind Antikörper, die unser Immunsystem typischerweise einige Wochen nach einer Infektion oder Impfung bildet. Sie zeigen an, dass eine Auseinandersetzung mit dem Virus stattgefunden hat und bleiben meist über Monate bis Jahre im Blut nachweisbar.

Wann wird der Test durchgeführt?

Der SARS-CoV-2-IgG-Test wird vor allem in folgenden Situationen eingesetzt:

  • Nach einer bestätigten COVID-19-Infektion, um den Immunstatus zu prüfen
  • Nach einer vollständigen Impfung, insbesondere bei immungeschwächten Personen
  • Bei unklaren Symptomen, die auf eine zurückliegende Infektion hindeuten
  • Im Rahmen von Studien oder beruflichen Vorsorgeuntersuchungen

Unterschied zwischen IgG und IgM

Viele meiner Patienten sind verwirrt, wenn sie sowohl IgG als auch IgM gemessen bekommen. IgM-Antikörper treten bereits in der Frühphase einer akuten Infektion auf – meist innerhalb der ersten 1–2 Wochen. IgG hingegen erscheint etwas später (ab etwa 2–3 Wochen) und bleibt länger bestehen.

Gleichzeitig hohe IgM- und IgG-Werte deuten auf eine frische oder kürzlich durchgemachte Infektion hin. Nur positives IgG bei negativem IgM spricht für eine zurückliegende Infektion oder erfolgte Impfung.

Referenzbereiche und Interpretation

Die Bewertung erfolgt je nach Testmethode qualitativ (positiv / negativ) oder quantitativ (Antikörperkonzentration in BAU/ml oder AU/ml). Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die typischen Einteilungen (Achtung: laborspezifisch, immer die Angaben Ihres Labors beachten).

Ergebnis Interpretation Hinweise
Negativ (<0,8 IU/ml oder Index <1,0) Keine nachweisbaren IgG-Antikörper Kein sicherer Schutz; Impfung oder Infektion liegt entweder nicht vor oder ist zu kurz zurück
Grenzwertig (0,8–1,1 IU/ml / Index 0,8–1,1) Unklarer Befund Wiederholung nach 2–4 Wochen empfohlen
Positiv (>1,1 IU/ml / Index >1,1) IgG-Antikörper nachweisbar Hinweis auf durchgemachte Infektion oder Impfung; Schutzwirkung nicht allein aus Höhe ableitbar

Die genauen Grenzwerte variieren je nach Hersteller des Testkits. Ein negatives Ergebnis schließt eine frühere Infektion nicht sicher aus, insbesondere wenn die Infektion länger zurückliegt oder die Antikörper bereits abgefallen sind.

Was bedeuten erhöhte SARS-CoV-2-IgG-Antikörper?

Ein positives IgG-Ergebnis ist in der Regel ein guter Hinweis darauf, dass das Immunsystem mit dem Virus in Kontakt gekommen ist. „Erhöht“ im Sinne einer krankhaften Steigerung gibt es bei IgG-Antikörpern nicht – sie sind entweder nachweisbar oder nicht.

Allerdings kann ein sehr hoher quantitativer Wert (z. B. >1000 BAU/ml) auf eine starke Immunantwort hinweisen – etwa nach einer durchgemachten Infektion oder einer besonders wirksamen Impfung. Ein direkter Rückschluss auf den Grad des Schutzes ist jedoch nicht allein aus der Höhe möglich, da auch andere Immunfaktoren eine Rolle spielen.

SARS-CoV-2-IgG-Antikörper nach Impfung

Nach einer Corona-Impfung (z. B. mRNA- oder Vektorimpfstoff) bilden die meisten Menschen innerhalb von 2–4 Wochen messbare IgG-Antikörper. In meiner Praxis rate ich immungeschwächten Patienten, etwa 4 Wochen nach der letzten Impfdosis den IgG-Titer zu bestimmen.

Ein fehlender Anstieg kann auf eine unzureichende Impfantwort hindeuten – hier besprechen wir dann individuelle Maßnahmen, etwa eine zusätzliche Dosis oder eine andere Impfstrategie.

Wann ist der Test nicht sinnvoll?

Viele Patienten kommen mit der Frage, ob sie sich mit einem positiven IgG-Test sicher fühlen können. Dazu muss ich klarstellen: Der IgG-Nachweis allein garantiert keinen vollständigen Schutz vor einer erneuten Infektion, insbesondere vor neuen Virusvarianten. Der Test eignet sich nicht zur Akutdiagnostik – dafür ist der PCR- oder Antigen-Schnelltest zuständig.

Auch bei Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten kann die Antikörperbildung verzögert oder ausbleiben, sodass ein negatives Ergebnis nicht automatisch eine fehlende Immunität bedeutet.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für die Bestimmung der SARS-CoV-2-IgG-Antikörper wird venöses Blut aus der Armvene entnommen. Das Serum wird im Labor mittels ELISA oder Chemilumineszenz-Immunoassay (CLIA) analysiert. Die Ergebnisse liegen meist innerhalb von 24–48 Stunden vor.

Vorbereitung ist nicht nötig – Sie müssen nicht nüchtern erscheinen. Bitte informieren Sie Ihr medizinisches Personal über eventuelle Gerinnungsstörungen oder die Einnahme von Blutverdünnern.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann der Test zwischen Infektion und Impfung unterscheiden?

Nein, der reine IgG-Nachweis kann nicht differenzieren, ob die Antikörper durch eine Infektion oder eine Impfung entstanden sind. Dafür sind spezielle Anti-Nukleokapsid-Tests nötig, die nur bei Infektion positiv werden.

Wie lange bleiben IgG-Antikörper nachweisbar?

Studien zeigen, dass IgG-Antikörper nach einer Infektion mindestens 6–12 Monate, nach Impfung oft länger nachweisbar bleiben. Die Konzentration nimmt jedoch mit der Zeit ab.

Muss der Test wiederholt werden?

In der Regel nicht routinemäßig. Bei immunsupprimierten Patienten oder im Rahmen von Studien kann eine Verlaufskontrolle sinnvoll sein – besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

Häufig gestellte Fragen

Was sagt der SARS-CoV-2-IgG-Test aus?

Der Test weist IgG-Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus nach. Ein positives Ergebnis zeigt, dass Ihr Immunsystem mit dem Virus oder einem Impfstoff in Kontakt gekommen ist. Es gibt jedoch keine Garantie für vollständigen Schutz – die zelluläre Immunität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Kann ich nach einer Impfung positive IgG haben?

Ja, nach einer vollständigen COVID-19-Impfung entwickeln die meisten Menschen nach 2–4 Wochen nachweisbare IgG-Antikörper. Ein negatives Ergebnis kurz nach der Impfung kann auftreten, wenn die Antikörperbildung noch nicht abgeschlossen ist. Bei fehlender Antikörperbildung sollten Sie mit Ihrem Arzt über weitere Schritte sprechen.

Wie lange bleiben IgG-Antikörper nach einer Infektion nachweisbar?

IgG-Antikörper bleiben in der Regel mindestens 6 bis 12 Monate, in manchen Fällen sogar länger nachweisbar. Die Konzentration sinkt jedoch allmählich. Ein negatives Ergebnis nach langer Zeit schließt eine durchgemachte Infektion nicht aus, da die Antikörper unter die Nachweisgrenze fallen können.

Referenzbereich

Über SARS-CoV-2-IgG-Antikörper (IgG)

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Wissenschaftliche Quellen & Referenzen

Die Informationen in diesem Artikel werden durch folgende internationale medizinische Datenbanken und wissenschaftliche Quellen unterstützt:

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