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Medizinische Informationsdatenbank

DGP IgA/IgG – Deamidierte Gliadin-Peptid-Antikörper

Erfahren Sie alles über den DGP-Test: Wann wird er eingesetzt? Was bedeuten erhöhte Werte? Höchste medizinische Qualität – verständlich erklärt.

Uzm. Dr. Özlem Arslan3 Min. LesezeitExpertengeprüfter Inhalt
Deamidierte-Gliadin-Peptid-Antikörper (DGP IgA/IgG) testi - Bağışıklık sistemi ve inflamasyon belirteçleri testi
Fotoğraf: Polina Tankilevitch (Pexels)

Was sind Deamidierte Gliadin-Peptid-Antikörper (DGP IgA/IgG)?

In meiner internistischen Praxis begegne ich täglich Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden, Müdigkeit oder einem hartnäckigen Eisenmangel. Oft steckt eine Glutenunverträglichkeit dahinter – die Zöliakie. Eines der zuverlässigsten Laborverfahren, um diese Diagnose zu stellen, ist die Bestimmung der Deamidierten Gliadin-Peptid-Antikörper, kurz DGP IgA und DGP IgG.

Dabei handelt es sich um Antikörper, die Ihr Immunsystem gegen deamidierte – also chemisch veränderte – Gliadinfragmente bildet. Diese Fragmente entstehen, wenn Gluten im Darm von einem Enzym (Transglutaminase) umgebaut wird. Der Test ist besonders wertvoll, weil er bei Kindern und Erwachsenen, auch bei IgA-Mangel, sehr zuverlässig eine Zöliakie aufdecken kann.

Wann wird der DGP-Test angeordnet?

Der DGP-Test wird hauptsächlich bei Verdacht auf Zöliakie eingesetzt. Typische Symptome meiner Patienten sind:

  • Chronische Durchfälle oder Verstopfung
  • Blähungen und Völlegefühl
  • Unklare Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Eisenmangelanämie trotz oraler Eisengabe
  • Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Hautausschlag (Dermatitis herpetiformis)

Der Test wird oft zusammen mit Gewebstransglutaminase-Antikörpern (tTG) und Endomysium-Antikörpern (EMA) durchgeführt. Bei Kindern unter zwei Jahren ist DGP sogar oft sensitiver als tTG.

DGP IgA vs. DGP IgG – Was ist der Unterschied?

Der Körper stellt zwei Klassen von Antikörpern her: IgA und IgG. Der DGP-IgA-Test wird zuerst bevorzugt, da er bei der klassischen Zöliakie am stärksten ansteigt. Allerdings leidet etwa 1 von 300–500 Menschen unter einem selektiven IgA-Mangel – bei diesen Personen ist der IgA-Test falsch negativ. Deshalb wird meist auch das DGP-IgG gemessen, das bei IgA-Mangel den Nachweis übernimmt.

In meiner Praxis bestelle ich standardmäßig beide Parameter (DGP IgA und IgG) gleichzeitig. So entgeht mir keine Zöliakie, selbst wenn die IgA-Produktion eingeschränkt ist.

Referenzbereiche – Tabelle nach Alter und Geschlecht

PatientengruppeDGP IgA (U/ml)DGP IgG (U/ml)
Kleinkinder (0–2 Jahre)< 10< 10
Kinder (3–17 Jahre)< 15< 15
Erwachsene (≥18 Jahre)< 20< 20
Schwangere< 20< 20

Hinweis: Die Grenzwerte können je nach Labor leicht abweichen. Ein Wert über dem Referenzbereich gilt als positiv und sollte durch eine Dünndarmbiopsie bestätigt werden.

Was bedeuten erhöhte DGP-Werte?

Ein erhöhter DGP-IgA- und/oder DGP-IgG-Spiegel deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine aktive Zöliakie hin. Allerdings gibt es auch seltene falsch-positive Ergebnisse, z. B. bei:

  • Morbus Crohn
  • Rheumatoider Arthritis
  • Leberzirrhose

Deshalb bestätige ich erhöhte Antikörper immer durch eine Dünndarmbiopsie. Nur der histologische Nachweis der Zottenatrophie gilt als Goldstandard.

DGP-Test unter glutenfreier Ernährung – ist das sinnvoll?

Nein. Wenn ein Patient bereits glutenfrei isst, sinken die DGP-Antikörper schnell ab – innerhalb von Wochen bis Monaten. Der Test wird dann falsch negativ. Ich empfehle meinen Patienten, vor der Blutabnahme mindestens 6–8 Wochen lang normal Gluten zu essen (z. B. 2 Scheiben Brot pro Tag). Nur so erhalte ich ein aussagekräftiges Ergebnis.

DGP-Test bei Kindern – besonders zuverlässig

Bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwei Jahren ist der DGP-Test dem klassischen tTG-Test oft überlegen. Die Darmflora und das Immunsystem sind noch unreif, sodass die Antikörperantwort anders ausfällt. In meiner pädiatrischen Sprechstunde setze ich daher bei sehr jungen Kindern den DGP-Test als ersten Screening-Parameter ein.

Wie zuverlässig ist der DGP-Test?

Studien zeigen eine Sensitivität von 85–95 % und eine Spezifität von über 95 % für die Zöliakie-Diagnostik. Die Kombination aus DGP IgA und IgG erhöht die Treffsicherheit nochmals. Dennoch: Kein Labortest ist perfekt. Bei weiterhin bestehendem Verdacht trotz negativer Antikörper empfehle ich eine genetische Testung auf HLA-DQ2/DQ8 – und ggf. eine Biopsie.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der DGP-Test?

Der DGP-Test misst Antikörper gegen deamidierte Gliadin-Peptide. Er wird zur Diagnose der Zöliakie eingesetzt und kann sowohl IgA- als auch IgG-Antikörper nachweisen.

Wie lange dauert es, bis der DGP-Wert nach glutenfreier Ernährung sinkt?

Bei den meisten Patienten normalisieren sich die DGP-Antikörper innerhalb von 3–6 Monaten nach Beginn einer streng glutenfreien Diät. Eine Kontrolle nach 6 Monaten ist daher sinnvoll.

Kann der DGP-Test falsch positiv sein?

Ja, selten – z. B. bei anderen Autoimmunerkrankungen (M. Crohn, rheumatoide Arthritis) oder bei Lebererkrankungen. Ein positives Ergebnis sollte immer durch eine Biopsie bestätigt werden.

Ist der DGP-Test für die Kontrolle einer glutenfreien Diät geeignet?

Ja, der DGP-Wert normalisiert sich nach erfolgreicher Diät. Allerdings reagiert der Test empfindlicher auf kleine Glutenmengen als der tTG-Test. Deshalb eignet er sich auch zur Überwachung der Diättreue.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der DGP-Test?

Der DGP-Test (Deamidierte-Gliadin-Peptid-Antikörper) ist ein Bluttest, der bestimmte Antikörper gegen Gluten-Abbauprodukte nachweist. Er wird hauptsächlich zur Diagnose der Zöliakie eingesetzt und kann sowohl IgA- als auch IgG-Antikörper messen.

Wie lange dauert es, bis der DGP-Wert nach glutenfreier Ernährung sinkt?

In der Regel normalisieren sich die DGP-Antikörper innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach Beginn einer konsequent glutenfreien Diät. Bei Ihrem Kontrolltermin nach einem halben Jahr sollte der Wert bereits deutlich gefallen oder negativ sein.

Kann der DGP-Test falsch positiv sein?

Ja, in seltenen Fällen können auch andere Erkrankungen wie Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis oder eine Leberzirrhose zu erhöhten DGP-Werten führen. Deshalb bestätigen wir einen positiven Test immer durch eine Dünndarmbiopsie.

Referenzbereich

Über Deamidierte-Gliadin-Peptid-Antikörper (DGP IgA/IgG)

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Wissenschaftliche Quellen & Referenzen

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