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Basophile Granulozyten (BASO#) – Werte & Bedeutung

Alles über Basophile Granulozyten (BASO#): Normalwerte, Ursachen für erhöhte/erniedrigte Werte, Symptome und was Ihr Arzt daraus liest. Jetzt informieren!

Uzm. Dr. Özlem Arslan3 Min. LesezeitExpertengeprüfter Inhalt
Basophile Granulozyten (BASO#) testi - Kan tahlili ve laboratuvar analizi
Fotoğraf: Karolina Grabowska (Pexels)

Was sind Basophile Granulozyten (BASO#)?

In meiner klinischen Praxis an der Charité begegne ich häufig Patienten, die ihren Blutbefund mit besorgten Fragen in der Hand halten – besonders bei ungewohnten Abkürzungen wie BASO#. Dahinter verbirgt sich die absolute Anzahl der basophilen Granulozyten, einer seltenen Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).

Basophile machen normalerweise weniger als 1 % aller Leukozyten aus. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei allergischen Reaktionen und der Abwehr von Parasiten. Der Laborwert BASO# gibt die genaue Zellzahl pro Mikroliter Blut an – ein wichtiger Indikator für Ihr Immunsystem.

Normwerte für BASO# (Basophile Granulozyten)

Die Normalwerte variieren geringfügig je nach Labor und Altersgruppe. Als Orientierung gelten folgende Referenzbereiche:

AltersgruppeNormwert BASO# (Zellen/µl)
Neugeborene0–200
Kinder (1–12 Jahre)0–150
Erwachsene (Frauen & Männer)0–100
Schwangere0–80 (leicht erniedrigt möglich)

Hinweis: Diese Werte sind Labor-abhängig. Ihr Befund enthält meist den Referenzbereich des jeweiligen Labors.

Was bedeutet ein erhöhter BASO#-Wert (Basophilie)?

Ein erhöhter Basophilenwert – medizinisch Basophilie – kann auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. In meiner Praxis sehe ich dies häufig bei:

  • Chronisch myeloischer Leukämie (CML): Eine der häufigsten Ursachen für eine ausgeprägte Basophilie.
  • Polycythaemia vera: Eine Knochenmarkerkrankung mit Überschuss an roten und weißen Zellen.
  • Allergische Reaktionen: Heuschnupfen, Asthma oder Medikamentenallergien können die Basophilenaktivität steigern.
  • Entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa führen manchmal zu erhöhten Werten.
  • Infektionen: Besonders bei Parasitenbefall (z. B. Wurminfektionen).

Ist ein hoher BASO#-Wert gefährlich?

Eine leichte Erhöhung ist oft harmlos, zum Beispiel bei saisonalen Allergien. Anhaltend hohe Werte über 200 Zellen/µl sollten jedoch immer ärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine Grunderkrankung hinweisen können. In meiner Klinik leiten wir dann meist eine Knochenmarkuntersuchung ein.

Was bedeutet ein erniedrigter BASO#-Wert (Basopenie)?

Ein zu niedriger Basophilenwert – Basopenie – ist seltener und oft weniger besorgniserregend. Ursachen können sein:

  • Akute Infektionen: Der Körper verbraucht die Basophilen im Kampf gegen Erreger.
  • Medikamente: Kortisonpräparate, Chemotherapie oder bestimmte Antibiotika senken die Produktion.
  • Schwangerschaft: Hormonelle Veränderungen führen oft zu leicht erniedrigten Werten.
  • Knochenmarksschäden: Selten, z. B. durch Strahlentherapie oder Myelofibrose.

BASO# in der Schwangerschaft – was ist normal?

Schwangere haben physiologisch oft niedrigere Basophilenwerte. Das ist in der Regel harmlos. Bei Werten unter 20 Zellen/µl, begleitet von Müdigkeit oder Infektneigung, empfehle ich eine Kontrolle nach der Geburt.

Wie wird der BASO#-Wert gemessen?

Die Bestimmung erfolgt im kleinen Blutbild mit Differenzialblutbild. Ein automatischer Zellzähler im Labor identifiziert die Basophilen anhand ihrer Größe und Granula. Der Wert wird als absolute Anzahl (Zellen/µl) oder als Prozentanteil der Leukozyten ausgegeben. Die Einheit ist international einheitlich: 10⁹/L oder Zellen/µl.

BASO# und Allergien – ein häufiges Thema

Meine Patienten fragen oft: „Kann man eine Allergie an den Basophilen erkennen?“ Die Antwort: Ja, indirekt. Basophile setzen bei Allergiekontakt Histamin frei. Ein dauerhaft erhöhter BASO# (z. B. 150 Zellen/µl) kann auf eine chronische allergische Belastung hinweisen. Der Wert allein ersetzt aber keinen Allergietest.

Wann sollte ich den BASO#-Wert überprüfen lassen?

In der Regel wird BASO# als Teil des Routinelabors bestimmt. Bei folgenden Symptomen ist eine gezielte Kontrolle sinnvoll:

  • Unklarer Juckreiz oder Nesselsucht
  • Wiederkehrende Infektionen
  • Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse
  • Leistungsabfall, Nachtschweiß oder unerklärter Gewichtsverlust

Fazit aus der Praxis

Der BASO#-Wert ist ein kleiner, aber feiner Mosaikstein in Ihrem Blutbild. Eine Abweichung allein ist selten ein Grund zur Panik – sie gibt aber wichtige Hinweise, die Ihr Arzt mit anderen Befunden zusammen interpretieren muss. Lassen Sie sich bei Auffälligkeiten immer von Ihrem Hausarzt oder Hämatologen beraten.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet ein erhöhter BASO#-Wert?

Ein erhöhter Basophilenwert (Basophilie) kann auf chronische myeloische Leukämie (CML), Allergien, Polycythaemia vera, Morbus Crohn oder Parasiteninfektionen hinweisen. Leichte Erhöhungen sind oft harmlos (z. B. bei Heuschnupfen). Ab Werten über 200 Zellen/µl empfehle ich eine ärztliche Abklärung.

Ist ein niedriger BASO#-Wert gefährlich?

In der Regel nicht. Ein erniedrigter Wert (Basopenie) tritt häufig bei akuten Infektionen, Kortison-Einnahme oder in der Schwangerschaft auf. Seltene Ursachen wie Knochenmarksschäden sollten bei anhaltender Erniedrigung ausgeschlossen werden.

Wie wird BASO# im Blut gemessen?

Die Messung erfolgt automatisiert im Rahmen eines Differenzialblutbilds. Das Laborgerät zählt die Basophilen anhand ihrer Größe und Granulation. Der Wert wird in Zellen pro Mikroliter (Zellen/µl) oder 10⁹/L angegeben.

Referenzbereich

Über Basophile Granulozyten (BASO#)

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Wissenschaftliche Quellen & Referenzen

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